ADRK
Allgemeiner Deutscher Rottweiler-Klub e.V.

Hundetraining und Futterbelohnungen

Ob beim „Sitz!“ oder „Platz!“, Agility, Hundefrisbee oder einfach zwischendurch beim Spaziergang: Ein Großteil der Hundebesitzer belohnt seinen Hund mit Futter. Ist das sinnvoll? Was ist bei der Gabe von Leckerlis zu beachten und welche Belohnungsalternativen gibt es? Wir haben uns mit dem strittigen Thema auseinandergesetzt.

Den Hund im Training mit Futter belohnen

Vor allem junge Hunde können sich beim Hundetraining noch nicht lange konzentrieren. Deshalb müssen sie motiviert werden, um Übungen aufmerksam zu absolvieren und neue Kommandos zu lernen. Die meisten Hunde reagieren am besten auf eine Belohnung in Form von Futter. Nimmt der Hund während des Trainings oder auch beim Spaziergang kein Futter an, sollte dies für den Hundeführer ein Warnhinweis auf Stress sein. In diesem Fall sollte geprüft werden, wie die Trainingssituation und die Umweltbedingungen für den Hund besser gestaltet werden können.

In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, den Hund tatsächlich zu belohnen und nicht zu locken. Das heißt, das Futter wird als Belohnung direkt nach der Übung eingesetzt und wird nicht schon vorher in der Hand gehalten, um das gewünschte Verhalten beim Hund zu erzeugen.

Andere Formen der Belohnung

Eine Belohnung muss nicht immer durch die Gabe von Futter erfolgen. Tatsächlich können Hunde sehr vielfältig belohnt werden. Statt mit einem Leckerli können Hunde auch über Spielzeug, einem Zerrspiel, die Freigabe zum Freilauf, einem Spiel mit dem Hundeführer, Streicheleinheiten oder die Stimme des Besitzers belohnt werden. Hier gilt es zunächst auszuprobieren, mit welcher Art von Belohnung der Hund am besten arbeitet. Haben die Vierbeiner allerdings täglich Spielzeug zur freien Verfügung und werden sie häufig gestreichelt und angesprochen, ist der Trainingserfolg mit diesen Motivationsarten häufig schwieriger.

Fehlen dem Hundehalter die Ideen für Belohnungsvarianten, sollte einfach im Alltag darauf geachtet werden, was den Hunden Spaß macht: Die Suche von Leckerlis? Das gemeinsame Rennen mit dem Besitzer? Mit welchem Spielzeug spielt der Hund am liebsten? Um den Hund dann auch im Alltag vielfältiger zu belohnen, kann es Sinn machen, eine Top 10 Liste mit den beliebtesten Belohnungen zu notieren, um diese auch im Kopf zu haben.

Passend zur Motivation des Hundes belohnen

Im Idealfall wird der Hund motivationsgerecht belohnt. Wird der Hund zum Beispiel aus dem Spiel mit Artgenossen abgerufen, kann er mit einem Spiel mit dem Hundeführer belohnt werden. Oder lässt er von einer Wildfährte ab, kann er einem Futterbeutel hinterher hetzen, aus dem er anschließend fressen darf. Dabei kann man nicht verallgemeinern, welche Belohnung zu welchem Hund passt. Je nach Hund und der Situation kann die ideale Belohnungsform variieren.

Futterbelohnungen für Hunde: Was ist zu beachten?

Die Gabe von Futter soll den Hund motivieren, dennoch sollte er konzentriert bleiben. Außerdem bietet es sich an, bei Übungen Futter auszuwählen, welches nicht zu klein, zu groß oder zu hart ist. Am besten eignet sich eine Belohnung, die an die Größe des Hundes angepasst ist, damit dieser nicht zu lange kauen muss.

Weiterhin ist es wichtig, sehr schnell zu belohnen. Führt der Hund ein Kommando richtig aus, sollte die Belohnung innerhalb von zwei Sekunden erfolgen, damit er das Verhalten mit dem Kommando verknüpfen kann. Welpen und junge Hunde sollten für richtiges Verhalten sehr häufig belohnt werden, später kann der Einsatz von Futter reduziert werden.

Belohnungen und normale Mahlzeit: Bekommt mein Hund zu viel?

Wird Futter zur Belohnung neben der täglichen Ration im Napf eingesetzt, nimmt der Hund zusätzlich Energie auf. Um Fehlversorgungen und Übergewicht sowie deren Folgen zu vermeiden, sollten die Belohnungen bei der Fütterung beachtet und von der Tagesration abgezogen werden.

Bei Hunden, die zu Haut-, Zahn- oder Gelenkproblemen neigen, werden bereits Belohnungsartikel mit funktionalen Ergänzungen angeboten, die durch spezielle Inhaltsstoffe bestimmte Bereiche der Gesundheit fördern.

Auch die Arbeit mit dem Futterdummy ist zu empfehlen. Da sich das Futterdummy einfach mit der Tagesration Futter befüllen lässt, wird Übergewicht infolge einer erhöhten Energie- und Nährstoffzufuhr vermieden, der Hund wird körperlich und geistig durch Übungen mit dem Dummy ausgelastet und kann zügig daraus belohnt werden.

Haben auch Sie eine Frage?

Unter m.haense@futalis.de können Sie mir gerne weitere Fragen rund um die gesunde Ernährung Ihres Rottweilers stellen. Ich bin bemüht, allen Anfragen so schnell wie möglich nachzukommen. Die interessantesten Fälle werde ich in einer weiteren Frage-Antwort-Sektion in diesem Magazin veröffentlichen.

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