ADRK
Allgemeiner Deutscher Rottweiler-Klub e.V.

Instrumentelle Besamung

Bei der Instrumentellen Besamung auch Künstliche Besamung (KB) oder Artificial Insemination (AI) genannt, wird das vorher vom Rüden gewonnene Sperma auf verschiedene Weise in die Hündin verbracht. Das Sperma kann konserviert und zwischengelagert sein - so bei Tiefgefrier- oder Kühlsperma - oder als Frischsperma innerhalb kürzester Zeit Verwendung finden.

Vorteile
  • Schutz des Deckrüden und der Hündin vor Infektionen
  • Schutz des Deckrüden und der Zuchthündin vor Verletzungen
  • Genaue Deckzeitpunktbestimmung
  • Einfacher Samentransport über weite Entfernungen
  • Vermeidung von Tiertransporten und damit verbundenen Folgen (Kosten, Stress, Quarantäne)
  • Aufbau von Genreserven durch Lagerung und Verwendung lange über den Tod des Rüden hinaus
Ablauf
  1. Die Samenentnahme, -untersuchung, -lagerung und -versendung erfolgt bei einer kooperierenden tiermedizinischen Einrichtung.
  2. Dort wird auch ein Protokoll über die Versendung erstellt, aus dem hervorgeht, für wie viele Hündinnen Sperma verschickt wurde.
  3. Dieses Protokoll wird in Kopie an die Geschäftsstelle geschickt.
  4. Pro Jahr können 10 Hündinnen von einem Rüden besamt werden, die auf dessen Gesamtkontingent von 40 möglichen Deckakten pro Jahr angerechnet werden.
  5. Vor der erstmaligen Samenentnahme muss der betreffende Rüde dreimal auf natürlichem Wege erfolgreich gedeckt haben und noch im zuchtverwendungsfähigen Alter sein.
  6. Die Hündin muss sich ebenfall schon auf natürliche Weise fortgepflanzt haben.
  7. Interessierte Züchter setzen sich mit dem Rüdenbesitzer in Verbindung, der dann das Versenden der notwendigen Spermadosen an eine weitere tierärztliche Einrichtung, wo die Besamung erfolgen soll, veranlasst.
  8. Für Besamungen im Inland wird wie beim Natursprung die Belegerlaubnis und der Deckschein ausgefüllt und eingeschickt.

Die zugehörigen Passagen in den Zuchtbestimmungen finden sich in §§ 13 und 15.2e.

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